Bild
Graphic_WithWithoutDyslexia

Computergestütztes Lernen von Rechtschreibfähigkeiten bei Kindern mit und ohne Legasthenie

Calcularis
Grafari (Orthograph)

In dieser Studie sollten zwei Dinge untersucht werden: erstens, ob die überarbeitete Version von Grafari (Orthograph), damals Dybuster genannt, erfolgreich zu größeren Lernfortschritten führt, und zweitens, ob die daraus resultierende Verbesserung der Rechtschreibfähigkeiten auf ein verbessertes phonologisches Verständnis zurückgeführt werden kann.

Kast M., Baschera G.-M., et al., 2011, Annals of Dyslexia

Um einen tieferen Einblick in die für den Lernfortschritt relevanten Faktoren zu erhalten, wurden in der Studie auch die kognitiven Fähigkeiten, die Aufmerksamkeit und das verbale Gedächtnis analysiert. Wie in früheren Studien wurde eine Mischung aus legasthenen und nicht legasthenen Kindern (siehe oben) zwei verschiedenen Trainingsperioden zugeteilt und über einen Zeitraum von 12 Wochen viermal pro Woche 15-20 Minuten lang trainiert.

Bild
Graphic_WithWithoutDyslexia

Die Studie zeigte, dass die überarbeitete Version der Software zu einer 54%igen Verbesserung des Lernfortschritts im Vergleich zur älteren Version führte. Insbesondere zeigte sich, dass die Kinder in der Lage waren, die Anzahl der Fehler bei der Phonem-Graphem-Zuordnung deutlich zu verringern, woraus die Autoren den Schluss zogen, dass Grafari (Orthograph) das phonologische Verständnis eines Kindes effektiv verbessert. Diese Verringerung der Zahl der Fehler bei der Phonem-Graphem-Zuordnung wurde sowohl bei legasthenen als auch bei nicht legasthenen Kindern festgestellt.

Die Konzentrationsfähigkeit hatte keinen messbaren Einfluss auf die Fortschritte der Kinder. Vielmehr profitierten Kinder mit einer geringeren Konzentrationsfähigkeit besonders von der strukturierten Lernumgebung, die Grafari (Orthograph) bietet.