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Training des mentalen Zahlenstrahls bei Kindern mit Entwicklungsdyskalkulie

Calcularis

Mit Hilfe einer Vorgängerversion von Calcularis sollte in dieser Studie überprüft werden, ob ein computergestütztes Training in der Lage ist, die neurologische Entwicklung der Zahlenverarbeitung zu verbessern und vor allem ihre Automatisierung zu erleichtern.

Kucian K., Grond U., et al., 2011, NeuroImage

Mit Hilfe einer Vorgängerversion von Calcularis sollte in dieser Studie überprüft werden, ob ein computergestütztes Training in der Lage ist, die neurologische Entwicklung der Zahlenverarbeitung zu verbessern und insbesondere ihre Automatisierung zu erleichtern. Das Vorgängerspiel enthielt das aktuelle Länderspiel, mit dem das Konzept eines sich erweiternden Zahlenraums und die Übertragung von Zahlen auf eine Zahlenreihe trainiert werden soll. Für die Studie wurden Kinder mit und ohne Dyskalkulie rekrutiert, die über einen Zeitraum von fünf Wochen fünfmal wöchentlich 15 Minuten lang trainierten.

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Mit Hilfe von fMRI-Scans wurden Hirnbilder der Teilnehmer vor der Studie, direkt nach der Studie und erneut nach einigen Monaten erstellt. Zweck dieser Scans war es, die Veränderung der Gehirnaktivität zu messen. Bei den Kindern mit Dyskalkulie zeigte sich deutlich, dass vor dem Training die hinteren (hinteren) Hirnregionen, in denen die Automatisierung der Rechenprozesse stattfinden soll, weniger aktiv waren als bei den Kindern ohne Dyskalkulie, während die vorderen (vorderen) Hirnregionen zum Ausgleich übermäßig aktiv waren. Dieser Befund war auf der Grundlage des neuronalen Entwicklungsmodells zu erwarten. Nach dem Training war eine messbare Zunahme der Aktivität in den spezialisierten hinteren Hirnregionen und eine Abnahme der Aktivität in den vorderen Regionen festzustellen. Daraus schlossen die Wissenschaftler, dass die neuronale Spezialisierung und Automatisierung im Zusammenhang mit der Zahlenverarbeitung durch das Training gefördert wurde.