Wie die Grundschule Wesendorf jedes Kind fördert: mit Calcularis und Grafari

20 May, 2026
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Die Grundschule Wesendorf in Niedersachsen ist Teil des nationalen Startchancenprogramms, eines Programms, das teilnehmende Schulen verpflichtet, messbare Fortschritte in Lesen, Schreiben und Rechnen in Gemeinschaften mit besonderen sozialen Herausforderungen nachzuweisen. 

 

Angesichts Lehrermangels und einer heterogenen Schülerschaft brauchte die Schule eine Lösung, die jedes Kind individuell fördern kann, ohne das ohnehin belastete Kollegium zusätzlich zu beanspruchen. Die Schule führte Calcularis und Grafari in allen Jahrgangsstufen ein. Heute arbeiten alle Klassen täglich mit beiden Programmen, die Kinder machen Fortschritte über den erwarteten Lehrplanstand hinaus, und die Lehrkräfte haben ein klares Bild vom Lernstand jedes Kindes. 

Die Herausforderung: jedes Kind foerdern mit zu wenigen Lehrkraeften

Wie viele deutsche Grundschulen hatte die Grundschule Wesendorf über zwei Jahre lang nach einem digitalen Lernprogramm gesucht, das Kindern helfen kann, grundlegende Fähigkeiten in Lesen, Schreiben und Rechnen aufzubauen, ohne die ohnehin belasteten Lehrkräfte zusaetzlich zu beanspruchen. 

 

Die langjährige Klassenlehrerin Frauke Simanek brachte einen besonderen Blick in diese Suche ein. Mit über 30 Jahren Berufserfahrung an der Schule und einer Zusatzausbildung als Lerntherapeutin für Lese-Rechtschreib-Schwaeche und Dyskalkulie suchte sie kein Programm, das Kinder lediglich beschäftigt. Sie brauchte etwas wissenschaftlich Geprüftes, das sich wirklich am Lernstand des Kindes orientiert und sich im laufenden Unterricht zuverlässig einsetzen lässt. 

 

Viele der getesteten Programme passten den Inhalt nur oberflächlich an. Keines erfüllte den Anspruch, den sie als Lerntherapeutin stellte. 

Warum Grafari und Calcularis hervorstachen

Frau Simanek begegnete Constructor zum ersten Mal auf einer Fortbildung des Fachverbands für Integrative Lerntherapie, wo Professor Michael von Aster, Kinder- und Jugendpsychiater und Honorarprofessor an der Universität Potsdam sowie Entwickler der wissenschaftlichen Grundlage von Calcularis, seine Forschungsarbeit vorstellte. Calcularis wurde gezielt für Kinder mit Dyskalkulie entwickelt und später auf alle Lernenden ausgeweitet. Grafari verfolgt denselben Ansatz für den Bereich Lesen und Schreiben. Beide Programme sind forschungsbasiert und unabhängig evaluiert. Das war der ausschlaggebende Punkt, der Frau Simanek veranlasste, sie in der Schule vorzustellen. 

 

Die entscheidenden Kriterien für die Schule waren: 

Forschungsbasierte Programme, die speziell für Kinder mit Schwierigkeiten in Mathematik und Schriftsprache entwickelt und unabhängig evaluiert wurden 

Adaptive Lernpfade, die sich in Echtzeit anpassen: Kinder mit mehr Förderbedarf erhalten kleinere Lernschritte, fortgeschrittene Kinder können schneller voranschreiten 

Enge Anbindung an deutsche Lehrplaninhalte, sodass die Programme den regulären Unterricht ergänzen statt ersetzen

Eine kindgerechte Benutzeroberfläche, die Kinder selbstständig bedienen können, ohne dass die Lehrkraft eingreifen muss

Einführung

Nach einer laengeren Erprobungsphase traf die Schule die Entscheidung im Rahmen einer offiziellen Lehrerkonferenz. Das Ergebnis war ein schulweiter Beschluss: Calcularis und Grafari werden seitdem von allen Lehrkräften in allen Klassen eingesetzt, an den meisten Schulvormittagen, in der Regel in Einheiten von 12 bis 15 Minuten. Auch den Eltern wurde der Zugang zu den Programmen ermöglicht, um strukturiertes Üben zu Hause zu ermöglichen.

Die Ergebnisse: Fortschritte über den Lehrplanstand hinaus

Seit der Einführung der Programme zeigt Frau Simaneks aktuelle erste Klasse Fortschritte, die sie in über 30 Jahren Berufserfahrung noch nicht erlebt hat, und das in einer Schule, die als Startchancenschule zu den herausforderndsten Lernumgebungen im System gehört. 

 

Bis zu den Osterferien des ersten Schuljahres hatten mehr als die Hälfte der Klasse alle Buchstaben erarbeitet und übten bereits das lautgetreue Schreiben. Das ist ein Lernstand, der normalerweise erst im Herbst der zweiten Klasse erreicht wird. Eine Gruppe von Kindern arbeitete bereits mit Addition und Subtraktion im Zahlenraum bis 100, weit vor dem erwarteten Lehrplanstand.

"In den Computerprogrammen machen die Kinder größere Fortschritte, als ich unterrichte. Das kann ich mit Sicherheit sagen." 

 

Frauke Simanek, Klassenlehrerin und Lerntherapeutin, Grundschule Wesendorf 

Bessere Einblicke und praktische Vorteile

Das Coach-Dashboard gab Frau Simanek etwas, das ihr als Lehrerin, die die meisten Fächer allein unterrichtet, bislang gefehlt hatte: ein konkretes Bild vom Lernstand jedes Kindes. Die Einschätzung des Programms stimmt regelmässig mit dem überein, was sie im Unterricht beobachtet, und sie nutzt diese Daten inzwischen in Elterngesprächen sowie bei der Berichterstattung über Lernfortschritte im Rahmen des Startchancenprogramms. Auch der Schulalltag wurde einfacher. Wenn Kinder krank sind, können Eltern direkt auf Calcularis oder Grafari verwiesen werden, ohne dass Material vorbereitet werden muss. Vertretungslehrkräfte können den Tabletwagen holen und eine sinnvolle Unterrichtsstunde gestalten, ohne Absprache mit der regulären Klassenlehrerin.

Ausblick

Die Grundschule Wesendorf befindet sich noch am Anfang ihres Startchancenprogramm-Zyklus, und offizielle Leistungsmessungen stehen noch aus. Die Belege aus dem Unterricht häufen sich jedoch bereits, und Frau Simanek plant, beide Programme weiterzuführen, während die Schule auf die messbaren Verbesserungen hinarbeitet, die das Programm fordert.

Möchten Sie jedes Kind in Ihrer Schule optimal fördern?

Calcularis und Grafari passen sich dem Lernstand jedes Kindes an, ergänzen Ihren bestehenden Unterricht und geben Lehrkräften ein klares Bild vom Fortschritt jedes Schülers.